• WM ABGESAGT....
    ACHTUNG: Aufgrund des Schneemangels und der unsicheren Wetterprognose ist die Schlittenhunde-WM 2016 in Frauenwald abgesagt worden.

Die Rassen

i_rassen_bSchlittenhunde lassen sich zunächst in 2 Gruppen einteilen: die reinrassigen Schlittenhunde und die nicht-reinrassigen Schlittenhunde. Zu den reinrassigen Schlittenhunden zählen nur die unten aufgeführten 4 Rassen. Diese sind von der FCI (Weltdachverband für Hundezucht) als Hunderassen bestätigt worden. Zu den nicht-reinrassigen Schlittenhunden zählen Kreuzungen von Schlittenhunden mit anderen Rassen, zB Windhunden. Da in Frauenwald eine reinrassige WM ausgetragen wird, werden am Start nur die 4 folgenden Hunderassen anzutreffen sein.


Alaskan Malamute

rasse_malamute1Der Alaskan Malamute ist der größte und schwerste Schlittenhund. Er ist sehr kräftig und besitzt eine überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit. Weil er schwere Frachten selbst über lange Distanzen ohne Probleme zieht, wird er oftmals auch als »Frachtlokomotive des Hohen Nordens« bezeichnet. Trotz seines kräftigen Aussehens hat der Alaskan Malamute ein sehr zutrauliches, tolerantes, ja sogar sanftes, jedoch auch sehr selbstbewußtes Wesen. Er ist sehr intelligent und besitzt eine beachtliche Gelehrigkeit. Fremden Hunden gegenüber kann der Alaskan Malamute schon mal ungemütlich werden, denn er achtet sehr auf die Rangordnung innerhalb seines Rudels.

Benannt wurde die Rasse nach den Mahlemiuts, einem Eskimostamm aus dem Yukonmündungsgebiet in Alaska. Diese Eskimos waren sehr große Menschen. Sie arbeiteten sehr hart, waren sehr geschickt was das Fischen, Jagen und Schlittenbauen betrifft und ihre Hunde waren bemerkenswert schön, ausdauernd, arbeitswillig und scheinbar unermüdlich.

Der Alaskan Malamute hat eine Schulterhöhe von 58cm bis 63cm. Sein Gewicht sollte zwischen 32kg und 44kg liegen, wobei natürlich die Rüden schwerer und größer sind als die Hündinnen. Alaskan Malamutes weisen verschiedene Fellfarben auf, sie sind jedoch meist wolfsgrau mit weiß oder schwarz mit weiß.


Grönlandhund

rasse_groeni1Dieser Hund ist der ursprünglichste und rauhste unter den Schlittenhunden. Er ist im klimatisch harten Inlandeis Grönlands zu Hause. Das hat diese Rasse sowohl physisch, als auch psychisch geprägt. Der Grönlandhund ist sehr eigenwillig und selbstständig. Will man sich ihm gegenüber durchsetzen, benötigt man eine Menge Einfühlungsvermögen und Konsequenz. Er hat einen sehr guten Orientierungs- und Spürsinn und arbeitet hart und ausdauernd vor dem Schlitten.

Der Grönlandhund hat ein ausgesprochenes Meuteverhalten, am wohlsten fühlt er sich unter ein paar Gleichartigen. Allerdings geht ein Rudel Grönlandhunde nicht gerade zimperlich mit sich selber um, deswegen ist die Haltung von mehreren Hunden nicht einfach und bringt einige Probleme mit sich.

Überall da, wo es gilt selbst bei widrigsten Verhältnissen schwere Arbeit zu leisten und wo sich der Mensch hundertprozent auf sein Gespann verlassen muß, wird man Grönlandhunde antreffen. So erreichte schon Roland Amundsen den Südpol mit ihrer Hilfe und Alfred Wagner führt mit ihnen seine Expeditionen durch die größte Insel unserer Erde durch.

Der Grönlandhund hat eine Schulterhöhe von bis zu 60cm und ein Gewicht von zirka 35kg. Die Hündinnen sind etwas kleiner und leichter. Mit Ausnahme von Albinos sind alle Farbvarianten des Fells zugelassen, gleichgültig ob einfarbig oder gescheckt.


Samojede

rasse_samojede1Der Samojede ist ein wunderschöner Hund, mit langem,weißem, manchmal auch bisquitfarbenem Fell und einem typischen Lächeln im Gesicht.

Seinen Namen erhielt der Samojede von einem Nomadenvolk, welches mit seinen Rentierherden zwischen Ural und Jenissei umherzog. Die Hunde, die sie begleiteten wurden da eingesetzt, wo es die Lage erforderte, sei es zum Hüten der Herde, zum Ziehen von Lasten, als Hausbewacher oder als Helfer bei der Jagd. Mensch und Hund lebten eng beieinander, was diese Rasse bis heute geprägt hat.

rasse_samojede2Vom Charakter her sind Samojeden sehr sanft und freundlich. Zu seinem Halter ist er sehr anhänglich. Ihre hohe Intelligenz und Raffinesse wenn es darum geht, den Besitzer um die Pfote zu wickeln, ist erstaunlich. Der Samojede ist als Wach- oder Hütehund nicht zu gebrauchen, obwohl er ausgesprochen gerne bellt. Im Gegensatz zu den anderen Schlittenhunderassen kommentiert der Samojede gerne das, was um ihn herum geschieht. Durch seine großartige Lernfähigkeit ist es sogar möglich den Samojeden als Begleit-, Sanitäts- oder Lawinenhund einzusetzen. Aber auch vor dem Schlitten ist er kräftig und ausdauernd. Mit ihnen bestritten Scott und Fritjof Nansen ihre zahlreichen Forschungsexpeditionen.

Die Schulterhöhe des Samojeden beträgt bis 56cm, es gibt aber auch erheblich kleinere oder größere Exemplare. Sein Gewicht sollte um die 30kg liegen.


Siberian Husky

rasse_husky2Der Siberian Husky ist wohl der Bekannteste der vier hier vorgestellten Rassen. Durch sein Äußeres, wie die Fellzeichnung mit oder ohne Gesichtsmaske und den oft blauen Augen ist er in vieler Köpfe das Idealbild eines Schlittenhundes. Der Siberian Husky ist der kleinste, leichteste und schnellste der Reinrassigen. Er ist filigraner gebaut als Malamute oder Grönländer, besonders der Kopf ist feiner gezeichnet als beim Malamuten.

Ursprünglich waren die Siberian Husky in Ostsibirien beheimatet. Über die Tschuktschen-Halbinsel gelangten sie schließlich nach Alaska, wo sie sich schnell durchsetzten. Nach Europa kamen die ersten Siberians in den 50er Jahren und seitdem wächst ihre Zahl immer schneller. Vom Charakter her ist der Siberian ein angenehmer und sanfter Zeitgenosse. Er ist leicht lenkbar und verträgt sich mit seinesgleichen gut. Außerdem ist er sehr kinderlieb und anpassungsfähig. Doch seine größte Leidenschaft ist immernoch das Laufen.

rasse_husky1Vor dem Schlitten braucht sich der Siberian in Sachen Ausdauer und Willenskraft nicht hinter Malamuten oder Grönländern zu verstecken. Bemerkenswert ist auch sein stark ausgeprägter Jagdtrieb.

Die Schulterhöhe des Siberian darf zwischen 53cm und 59cm liegen. Bei Hündinnen sollte sie etwas weniger betragen. Das Gewicht schwankt dementsprechend von 16 bis 27kg. Neben den blauen Augen sind beim Sibirain Husky auch braune oder zweifarbige (ein blaues und ein braunes Auge) zugelassen. Die Fellfarben des Siberian Husky reichen von weiß bis schwarz, meist ist das Fell schwarz-weiß-grau gezeichnet. Aber auch braune oder braunrote Tiere gibt es.

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